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Welche ist Ihre liebste Hut-Form?
 

Hut-Material

Von edlem Kaschmir bis robustem Leder, von leichter Baumwolle bis schwerem Filz: Ihr Hut kann aus vielen verschiedenen Materialien hergestellt werden. Entdecken Sie die unterschiedlichen Rohstoffe und stimmen Sie die Wahl des Hutes auf Ihre Tragegewohnheiten ab. Es gibt Filzhüte, Lederhüte, Strohhüte oder Baumwollhüte, um nur ein paar Hut-Materialien zu nennen. Je nach Anlass gibt es für jeden Hut ein besonderes Material.

Kunsttextilien

Acetat:

Feines, fast papierenes Kunsttextil mit seidenähnlichem Schimmer. Die im Trockenspinnverfahren hergestellte Chemiefaser knittert nicht so schnell, nimmt kaum Feuchtigkeit auf und neigt zu elektrostatischer Aufladung. Da es enorm hitzeempfindlich ist, darf es weder heiß gebügelt noch im Trockner behandelt werden. Zumeist wird es als Futterstoff oder für leichte Sommerbekleidung, wie z.B. Blusen verwendet. Acryl:

Eine chemische Substanz, aus der synthetische Fasern zur Herstellung von Textilien gesponnen werden. Naturgewebe, wie z.B. Wolle, werden häufig durch (Poly-)Acryl-Beimengung pflegeleichter gemacht. Die Synthetikfaser nimmt wenig Feuchtigkeit auf und trocknet schnell, ist elastisch sowie unempfindlich gegenüber Licht und sogar Motten.

Elasthan (=Lycra):

Bis zu 700% dehnbare Kunstfaser aus Polyurethan, einem vielseitigen Kunststoff. Positive Eigenschaften sind dauerhafte Formbeständigkeit, geringe Feuchtigkeitsaufnahme, Leichtigkeit, keine Knötchenbildung sowie ein glatt-glänzendes Aussehen. Daher wird Elasthan vor allem für körperbetonte, passgenaue Bekleidung, wie Socken oder Bademode, verwendet. Zur Verbesserung des Tragekomforts wird es oft mit Polyamid gemischt und in dieser Zusammensetzung z.B. unter dem Handelsnamen Lycra vertrieben.

Fleece:

Englische Bezeichnung für eine besonders wärmende, synthetische Maschenware aus Polyester. Angenehm flauschiger und leichter Stoff mit antiallergischer sowie wärmeisolierender Wirkung. Allerdings weder wind- noch wasserdicht.

Gore-Tex (=Teflon):

Geschützter Markenname für eine mikroporöse Membran aus Polytetrafluorethylen. Wie eine Folie wird Gore-Tex hauchdünn auf die Textilien aufgetragen und macht diese UV-beständig, hitzeresistent, wind- und wasserdicht sowie atmungsaktiv.

Nylon:

Die erste vollständig synthetisch hergestellte Faser, die aus dem Rohstoff Polyamid 6.6 im Schmelzspinnverfahren produziert wurde.

Polyester:

Im allgemeinen Verständnis ein Rohstoff für eine industriell erzeugte Chemiefaser. Hieraus hergestellte Textilien sind formbeständig, knitterfrei und reißfest. Da sie auch schnell trocknen, sind sie besonders gut für Sportkleidung geeignet, welche die Körperfeuchtigkeit nach außen transportieren soll.

Polyurethan:

Vielseitig verwendbarer Kunststoff beziehungsweise Kunstharz.

Sympatex:

Handelsname für eine porenlose Membran auf Polyesterbasis. Damit ausgestattete Textilien sind wind- und wasserabweisend, bleiben dennoch atmungsaktiv. Im Gegensatz zu Gore-Tex hat Sympatex keine Poren, sondern arbeitet dynamisch mit Druckdifferenzen: Je kühler die Umgebungstemperatur und je höher die Körperfeuchtigkeit, desto schneller wird die Nässe nach außen geleitet. Einsatz vor allem in der Freizeit- und Sportmode.

Trevira:

Von der Hoechst AG entwickelte Chemiefaser auf Polyesterbasis, die temperaturbeständig, formstabil, elastisch sowie pflegeleicht ist und nicht zur Knötchenbildung (Pilling) neigt. In der Weiterentwicklung zu Trevira CS (Comfort & Security) wurde eine nicht brennbare Substanz mitverarbeitet, so dass die Faser schwer entflammbar ist.

Leder

Nappaleder:

Jede Art von geschmeidigem Glattleder mit natürlichen Falten auf der Oberfläche. Aus der jeweiligen Qualität der verarbeiteten Tierhaut ergibt sich das leicht vernarbte, individuelle Aussehen des Nappaleders. Abhängig von der Vorbehandlung und Färbung unterscheidet man naturbelassenes von pigmentiertem und geschliffenem Nappa. In jedem Fall ist es deutlich glatter als Nubuk- oder Veloursleder.

Nubukleder:

Vorwiegend Kalbs- oder Rindsleder mit einer samtig rauen Oberfläche. Durch vorsichtiges Anschleifen der Narbenseite, d.h. der äußeren Hautschicht, entsteht eine samtartige Lederqualität, die glatter als Velours und deutlich rauer als Nappaleder ist.

Veloursleder:

Sammelbegriff für alle Lederarten mit einer samthaarigen, weichen Oberfläche. Bei der Herstellung wird entweder die Innenseite der tierischen Haut veredelt oder die äußere Hautschicht abgetragen, die beim Nubukleder weitegehend erhalten bleibt.

Natürliche Textilien/Mischgewebe

Chenille:

Weichhaariges Textil aus dem gleichnamigen Garn. Übersetzt bedeutet es Raupenzwirn (frz. chenille = Raupe), da bei der Herstellung mindestens zwei Fäden umeinander gewunden werden, deren abstehende Härchen eine dreidimensionale Struktur hinterlassen. Dieser sogenannte Faserflor lässt das Gewebe füllig und schillernd erscheinen. Grundstoff ist zumeist Baumwolle, Viskose oder Acryl.

Cord:

Auch Schnürlsamt genannt. Leicht an seiner gerippten Struktur und der samthaarigen, weichen Oberfläche zu erkennen. Je nach Feinheit der Struktur wird zwischen Babycord (sehr fein und leicht), Feincord (etwas gröber) und Breitcord (wellpappenartige Rippen) unterschieden.

Jersey:

Geschmeidige, elastische Maschenware aus Viskose, Wolle, Baumwolle, Seide oder deren Gemischen. Das Material zeichnet sich v.a. durch seine leichte Rippenstruktur, hohe Dehnbarkeit und geringe Knitterbildung aus. Im Gegensatz zu Geweben, deren Fäden bei der Herstellung gekreuzt werden, besteht Jersey aus ineinander geschlungenen Schlaufen (Maschen), die den Stoff elastisch erscheinen lassen.

Leinen:

Ein außerordentlich reißfestes Gewebe aus der Faser des Flachsstängels. Von Natur aus tendenziell schmutzabweisend, antistatisch und sehr hygienisch. Dank seines guten Wärme- und Feuchtigkeitsaustauschs wird er gern für Sommerkleidung genutzt. Aufgrund der geringen Elastizität jedoch knitteranfällig und empfindlich gegenüber Reibung.

Piqué:

Doppelgewebe aus Baumwolle oder Viskose mit waffelartiger Struktur. Es zeichnet sich durch abwechselnd hohe und niedrige Stellen aus, die eine reliefartige, gesteppte Optik ergeben (frz. piqué = wurmstichig, gesteppt).

Samt:

Kurzfaseriges Gewebe mit weicher, haariger Struktur. Bei der Herstellung wird ein zusätzlicher Faden in das Material eingewoben, der Schlaufen an der Oberfläche hinterlässt. Je nach Länge dieses Faserflors unterscheidet man Samt (kurz, eher stoppelig) vom Velours und Plüsch (lang und flauschig). Pannesamt (auch Spiegelsamt) hingegen ist ein glänzender Samtstoff, der durch Bügeln oder Pressen (=Pannieren) die gewünschte Musterung erhält.

Satin:

Gewebe mit einer glatten, glänzenden Oberseite und einer matteren Unterseite. Bevorzugt aus Seide, Viskose oder Polyester hergestellt, da diese Fasern die nassglänzende Optik verstärken.

Viskose:

Aus natürlicher Zellulose gesponnene Faser. Die aus Holz gewonnene, sogenannte Zellwolle wird zu einer zähflüssigen Spinnmasse geschmolzen und zu einem Endlos-Faden weiterverarbeitet. Im Unterschied zur Baumwolle können im Zuge dieses chemischen Herstellungsverfahrens das Aussehen, die Farbe und Faserdicke bzw. -länge variiert werden.

Pflanzliche Textilien

Baumwolle:

Naturfaser aus den knollenartigen Samenhaaren eines Malvenstrauches. Daraus hergestellte Textilien sind besonders hautsympathisch, saugfähig und reißfest. Baumwolle lässt sich gut färben und leicht reinigen.

Denim:

Sehr dicht gewebter und robuster Baumwollstoff (seltener Viskose). Vor allem in der Jeansmode in einem charakteristischen Blauton anzutreffen, wobei diverse Auswaschverfahren (z.B. stonewashed) eine individuelle Farbgestaltung ermöglichen. Die Färbung erscheint ohnehin oberflächlich, weil zumeist ein weißer Faden mitverarbeitet wird.

Frottee:

Äußerst saugfähiger, flauschiger Stoff aus Baumwollgarn. Die charakteristischen Schlingen auf der Oberfläche entstehen dadurch, dass ein zusätzlicher Faden locker in das Material eingewoben wird.

Moleskin:

Robuster Baumwollstoff in Veloursleder-Optik. Moleskin hat eine samtige Oberfläche, die nach dem Weben durch Aufrauen einer Seite entsteht. Aufgrund seiner schweren, dichten und wärmenden Qualität eignet sich der Stoff besonders für hart beanspruchte Berufsbekleidung.

Hanf:

Hanf ist eine Pflanzengattung in der Familie der Hanfpflanzen. Die Hanffasern sind der Rohstoff für sehr widerstandsfähige Textilien.

Abaca:

Der aus der Faserbanane gewonnene, textile Rohstoff zeichnet sich vor allem durch seine Strapazierfähigkeit und hautfreundlichen Qualitäten aus, da er bei aller Anschmiegsamkeit sehr fest und besonders gegen Meerwasser unempfindlich ist.

Sinamay:

Von den Philippinen stammende Sisal-Hanf-Faser. Besonders gern wird der feste Naturstoff in Anlasshüten und Haarschmuck verarbeitet, da er, im Gegensatz zu üblichem Stroh, eine edlere und leichtere Ausstrahlung hat. Außerdem lässt sich Sinamay-Stroh besser versteifen und ist daher formstabiler als andere Stroharten, wie etwa Raffia oder Toyo.

Sisal:

Aus den Blättern der hochwertigen Agave Sisalana gewonnene Hanffaser. Die hieraus hergestellten Kopfbedeckungen zeichnen sich durch einen dezenten Schimmer und sehr leichten Tragekomfort aus. Die Gattung der Agave ist edler und glanzvoller als andere Hanfarten, wie z.B. das von den Philippinen stammende Sinamay-Stroh.

Stroh:

Ausgedroschene und trockene Halme/Stängel und Blätter von Getreide, Ölpflanzen, Getreidehülsen und Faserpflanzen, welche zur Herstellung von Hüten benutzt werden.

Papierstroh (=Toyo):

Industriell erzeugtes Strohimitat aus natürlicher Zellulose, also Holzfasern. Im Gegensatz zu natürlich gewachsenen Strohhalmen und -stängeln wird Papierstroh ähnlich wie Viskosematerial mittels eines speziellen Schmelzverfahrens hergestellt. Aufgrund der besonderen Verarbeitung können die negativen Eigenschaften von Stroh und Papier minimiert werden. So ist Papierstroh deutlich reiß- und bruchfester, elastischer und auch wasserunempfindlicher als andere Naturprodukte.

Raffia:

Bastfasern einer tropischen Palmenart zur Herstellung strohähnlicher Produkte. Raffia ist resistent gegen Schädlinge, fest sowie dehnbar und daher gut für Hüte geeignet, sollte jedoch vor allzu hoher Luftfeuchtigkeit geschützt werden.

Tierische Textilien

Filz:

Unter Einwirkung von Druck und Wärme hergestellter, grober Stoff aus Wolle bzw. Tierhaaren. Wirkt feuchtigkeitsabweisend, temperaturbeständig und sogar schallhemmend.

Haarfilz:

Haarfilz gehört zu den weichsten und edelsten Filzarten. Er wird aus glatten Tierhaaren (z. B. Biberhaar, Kaninchenhaar) hergestellt.

Wollfilz:

Wollfilz wird aus Schafshaar hergestellt, welches von Natur aus gekräuselt ist und sich leicht verfilzen lässt.

Loden:

Filzähnlicher, rauer Stoff aus gewebten und später gewalzten Streichgarnen. Aus dem strapazierfähigen, wasserabweisenden Gewebe werden typischerweise Textilien im Landhausstil, wie auch Jägerhüte, gefertigt.

Seide:

Schimmernder, feinster Naturfaden aus dem Kokon von Raupen oder seltener Muscheln. Der ca. 3000 Meter lange Faden der ungeschlüpften Raupe wird in einem Stück abgewickelt, mit einem anderen Faden verzwirnt und z.B. zu Chiffon, Satin oder Taft gewoben. Bei Wildseide ist der Faden durch das Schlüpfen der Schmetterlinge zerrissen und in kleineren Stücken zusammengefügt.

Tweed:

Hochwertiges Wollgewebe mit leichten Garnknubbeln auf der Oberfläche. Es wird gern für robuste Außenbekleidung, wie Mäntel, Sakkos sowie Mützen in typischen Fischgrat- oder Karomustern verwendet.

Wolle:

Unter Wolle versteht man die weichen Haare des Unterfells verschiedener Tiere, meist aber von Schafen.

Alpaka-Wolle:

Wolle, welche aus dem Fell des Alpakas gewonnen wird. Ihre Wärme hält fünfmal besser als die der normalen Schafswolle, was an ihren mikroskopisch kleinen Lufttaschen liegt. Außerdem ist sie für Wollallergiker geeignet, da sie kein Lanolin enthält.

Angora:

Weiches, flauschiges Langhaar der gleichnamigen Kaninchenrasse. Es wird bevorzugt zur Verarbeitung von Unterwäsche, Decken und Wintermode (z.B. Mützen, Schals, Handschuhe) genutzt, da Angora wärmende und schweißabsorbierende Eigenschaften besitzt. Außerdem soll es eine lindernde Wirkung bei Rheuma haben.

Kaschmir:

Feinste Wollqualität der ursprünglich aus dem Himalaya stammenden Kaschmirziege. Pro Tier werden jährlich max. 150-200g aus dem Unterfell gewonnen. Der feine Winterflaum wird per Hand sortiert und gereinigt. In Reinform ist es sehr teuer, deshalb wird es auch häufig zur Veredelung anderer Materialien beigemischt.

Merino:

Besonders feine, weiche und elastische Schurwolle einer gleichnamigen Schafrasse. Sie wird vor allem bei hochwertiger Winterware sowie Funktionstextilien für den Wintersport verarbeitet, da sie wärmedämmend und formstabil ist.

Mohair:

Seidige Haarfasern der Angoraziege. Pro Tier werden jährlich etwa 2,5 kg der leichten und kostbaren Schurwolle gewonnen.